So 19. Mai 2019   A.   21° – 24° – 21°   meist bedeckt, mit sehr schwachem Niederschlag

Den heutigen Tag habe ich der Musik gewidmet. Gemäss meinem Motto: Von Mozart bis Metallica. Mit anderen Worten, habe ich mir heute ‚Die Zauberflöte’ von Wolfgang Amadeus Mozart und das ‚Black Album’ von Metallica reingezogen. Nebst anderer Musik selbstredend.

Das ist für mich der Hauptnutzen von einer Firmenabteilung wie „Youtube“ oder Ähnlichen. Aber vom Hörensagen, soll es dort noch anderes (nicht) zu sehen geben. Für jemanden dem Musikhören zum Leben gehört, tatsächlich eine Fundgrube.

Überhaupt, das ‚Internet’ ist tatsächlich noch sehr interessant für mich, wenn man die 98%plus verkommerzialisierten und mit Werbung vollgestopften Sites auf der Seite lässt. Sobald eine Website versucht mir ein Ding anzudrehen, dass mir sicherlich gefallen soll, dann ist dieses Angebot (meistens) gestorben für mich. Ich habe halt gelernt selbständig zu handeln. Alternativen gibt es immer noch wie Sand am Meer. Mir muss NIEMAND sagen was ich zu tun habe. Weder ein menschliches Wesen und schon gar nicht ein seelenloser Algorithtmus.

Amazon ist ein für mich abschreckendes Beispiel. Zu Beginn, in den 90-er Jahren, als Amazon nur als Online-Buchhandlung bekannt war, habe ich noch einen ziemlich grossen Anteil meiner in der Schweiz nur schwerlich erhältlichen Bücher bei Amazon bestellt. Allermeistens wurden diese auch geliefert. Aber heutzutage wird soviel Ramschware in Ramschqualität angeboten. Da kann ich genausogut auf den örtlichen Basar gehen. 😉

30 Jahre WWW

Bild: 30 Jahre WWW

Sa 18. Mai 2019   A.   21° – 28° – 22°     sonnig, wenige schattenspendende Wolken

Heute bin ich auf einem kurzen Ausflug in die Stadt, an einem seit langem bestehenden, bazarartigen Gebäudekomplex vorbeigekommen. Ein Ort, wo zwar viel Ramsch angeboten wird, aber wenn man genug lange sucht, findet man auch wahre Perlen.

Einige wenige Fotos:

Bazar 2

Bazar 3

Bazar 1

Bilder: Mercado 4 in Asunción

Fr 17. Mai 2019   A.   19° – 27° – 21°   mehr Sonne als Wolken

Am letzten Freitag war ich mit ein paar sehr jungen(!) Leuten an einer Konzertnacht von aus Europa stammenden Musikern. Deren Namen spielen nicht so eine grosse Rolle. Die kennt man sowieso kaum in Europa. Deren Fangemeinde bereitet sich vor allem über Südamerika aus.

Selten genug, dass sich einmal internationale „Stars“ in das Kleine und eher als arm bekannte Paraguay verirren. Meist werden nur die grossen und bekannten Städte wie Buenos Aires in Argentinien (ca. 1000 km Luftlinie), Santiago de Chile in Chile (ca. 1500 km LL) oder Rio de Janeiro in Brasilien (ca. 1400 km LL) berücksichtigt. (Liste unvollständig. Es gibt noch einige andere Millionenstädte auf diesem Kontinent.)

Umso dankbarer und frenetischer die Fans. Jedenfalls hat sich dieses Erlebnis gelohnt.

Do 16. Mai 2019   A.   17° – 26° – 20°   meist sonnig

Wieder einmal eine Fabel:

Der Löwe und die Mücke

Eine Mücke forderte mit den übermütigsten Worten einen Löwen zum Zweikampf heraus: „Ich fürchte dich nicht, du großes Ungeheuer“, rief sie ihm zu, „weil du gar keine Vorzüge vor mir hast; oder nenne sie mir, wenn du solche zu haben glaubst; etwa die, dass du deinen Raub mit Krallen zerreissest und mit Zähnen zermalmest? Jedes andere feige Tier, wenn es mit einem Tapfern kämpft, tut dasselbe, es beisst und kratzt. Du sollst aber empfinden, dass ich stärker bin als du!“ Mit diesen Worten flog sie in eines seiner Nasenlöcher und stach ihn so sehr, dass er sich vor Schmerz selbst zerfleischte und sich für überwunden erklärte.

Stolz auf diesen Sieg flog die Mücke davon, um ihn aller Welt auszuposaunen, übersah aber das Gewebe einer Spinne und verfing sich in demselben. Gierig umarmte die Spinne sie und sog ihr das Heldenblut aus. Sterbend empfand die Mücke ihre Nichtigkeit, indem sie, die Besiegerin des Löwen, einem so verächtlichen Tiere, einer Spinne, erliegen musste.

Und die Moral von der Geschicht………………

(Quelle: https://bit.ly/2EduObI )

 

Unabhängigkeitstag und Muttertag   Mi 15. Mai 2019   A.   15° – 24° – 19°   weiterhin eitel Sonnenschein

Drei Papageien

Bild: Drei halbwilde Papageien. Nur einer lässt sich anfassen.

Für einen Auftritt im Zirkus genügt mein Talent noch nicht!

Welches ist der Papagei

Bild: Ich mit Papagei

Nationalfeiertag Di 14. Mai   2019   A.   11° – 21° – 16°   wolkenloser, stahlblauer Himmel, tagsüber sehr intensive Sonneneinstrahlung

Heute und Morgen sind die Nationalfeiertage in Paraguay. Heute der Nationalfeiertag und morgen gleichzeitig Unabhängigkeitstag und Muttertag. Was ist der Unterschied? Nun, die meisterzählte Geschichte geht so, dass am 14. Mai 1811 abends um 22.00 Uhr in Asunción das Unabhängigkeitsdokument von der spanischen Krone unterzeichnet wurde. (Spanien war die Kolonialmacht im grössten Teil Südamerikas vom 16. bis 19. Jahrhundert) Und weil das spätabends war, hat man vor einiger Zeit schlichtweg den 14. und 15. Mai zu Feiertagen erklärt.

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Momentan herrscht hier eine ziemlich aussergewöhnliche ‚Kältewelle‚. Vor allem des Nachts, wo die Temperaturen auf bis zu zehn Grad absinken. Hauptbetroffen sind einmal mehr die schon von den Überschwemmungen und den Hochwassern der letzten Wochen und Monate meist betroffenen, vorwiegend indigenen und sonstigen besitzlosen Bevölkerungsschichten.

Viele von ihnen mussten ihre angestammten Behausungen entlang der Flüsse verlassen, um in höher gelegenen Unterkünften ihr Dasein zu fristen. Diese zur Verfügung gestellten Notunterkünfte sind meist nichts anderes als ‚bessere’ Bretterverschläge. Und wenn man weiss, dass meist mehrere Generationen umfassende Grossfamilien betroffen sind, mit nur sehr wenig wärmender Kleidung und keinen geschlossenen Schuhen – höchstens Flipflops – , dann kann man sich vorstellen, dass vor allem die Kinder häufig krank werden. Und dies, bei nur sehr ungenügender medizinischer und anderer Betreuung. (Der Staat interessiert sich schlichtweg nicht für die ‚Ärmsten‘. Dabei ist wichtig zu wissen, dass arm sein nicht unbedingt bedeutet unglücklich zu sein.)

Land unter in Asunción

Bild: So sieht es derzeit in vielen Straßen der Hauptstadt Paraguays aus

Mo 13. Mai 2019 A. 14° – 22° – 15° kalter Morgen, tagsüber sonnig und angenehm warm

Die Gegensätze in diesem Land sind wie immer eindrücklich, wie untenstehender Zeitungsbericht einer deutschsprachigen Publikation zeigt. Während hier in der Hauptstadt eigentlich alle Waren und Dienstleistungen in allen Qualitätsformen angeboten werden und erhältlich sind, so gibt es immer noch viel zu viele Landesgegenden, die nur sehr rudimentär mit dem Allernötigsten versorgt werden. Wenn überhaupt.

Beispiel gefällig? Alto Paraguay (~Ober Paraguay) Das Departement (Kanton) liegt im Nordosten des Landes. Mit einer Fläche von 82.355 km² ist Alto Paraguay fast doppelt so gross wie die Schweiz. Es wohnen dort aber weniger als 20’000 Menschen! Auf dieser riesigen Fläche mit vielen abgeholzten Buschwäldern für Viehzucht und den Anbau von Soja, gibt es (noch) keinen einzigen Kilometer asphaltierter Strasse!!!

Geburt und Tod liegen sehr nahe beieinander

Fuerte Olimpo (Alto Paraguay): Ein Baby, das am Samstagmorgen im Krankenhaus von Fuerte Olimpo geboren wurde, starb gestern, weil es nicht möglich war, den Säugling rechtzeitig auf ein Bett in der Intensivstation zu verlegen.

Der Transport in ein geeignetes Krankenhaus konnte nicht durchgeführt werden, weil kein Flugzeug zur Verfügung stand.

Geboren-und-gestorben

Dr. Damaris Wagner (Beitragsbild), Direktorin des Regionalkrankenhauses von Fuerte Olimpo, erklärte, dass der Tod des Babys, trotz der Bemühungen aller Mitarbeiter in der Einrichtung nicht verhindert werden konnte. Die Geburt mit Komplikationen ereignete sich an diesem Samstag um 05:00 Uhr morgens. Das Baby hatte einen Atemstillstand, konnte aber wiederbelebt werden.

Von da an begann die Odyssee, ein Krankenhaus zu finden, das über ein freies Bett auf einer Intensivstation verfügt. Bereits am Nachmittag wurde jedoch ein Platz in einem privaten Sanatorium zur Verfügung gestellt, es gab aber kein Flugzeug, um die Evakuierung durchzuführen.

In der Regel ist das Militär für Flüge in dieser Region vom Chaco zuständig, aber auch um die Bewohner isolierter Gemeinden in den Departements Ñeembucú und Pte. Hayes zu unterstützen.

Um 08.30 Uhr startete schließlich ein Flugzeug der Luftwaffe von Asunción aus, um den Transport durchzuführen. Die Hilfe kam jedoch zu spät, denn das Baby starb um 09:45 Uhr, bevor das Flugzeug ankam.

Die Leiche des Babys wurde in einem Marineschiff zu ihrer Gemeinde überführt.

Quelle: https://bit.ly/2Q0Q3C9

Dazu passend:

Straßenverkehr in Paraguay

Wie in vielen anderen Ländern auch, stützt sich in Paraguay der Individualverkehr zu fast 100% auf die Straße und auch der Güternahverkehr wird fast ausschließlich auf der Straße abgewickelt. Neben PKW’s sind Busse und LKW’s die wichtigsten Transportmittel für Personen und Güter. Das Straßennetz ist sehr unterschiedlich ausgebaut und reicht von autobahnähnlichen Straßen, die sich durchaus mit europäischen vergleichen lassen, bis hin zu Straßen, die besseren Feldwegen ähneln. Selbst die Nationalstraßen (Rutas) sind noch nicht alle asphaltiert, von Nebenstraßen ganz zu schweigen. Die nicht asphaltierten Straßen sind dann auch sehr oft nach heftigen Regenfällen für 1-2 Tage unpassierbar, aber das stört keinen Paraguayer, dann macht man eben eine Pause in einer günstigen Unterkunft und irgendwann kann man dann auch wieder weiter fahren.

Quelle: https://bit.ly/2E4EOne