Mo 29. Oktober 2018   C.   20° – 33° – 27°   schön, einzelne vorüberziehende Wolken

Ich versuche mich zu erinnern, welche Ereignisse mir in bereits oberflächlich beschriebenen, zum Teil schon lange zurückgebliebenen Reisen, haften geblieben sind.

Neuseeland 1986: subtropische, üppig bewaldete Landschaften im Norden der Nordinsel. Vulkane und blubbernde Hotsprings. Die ersten Versuche Golf zu spielen, ohne Sandbunker, dafür inmitten von heissen Quellen wohin viele Bälle von irrgeleiteten Abschlägen auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Also eigentlich eher eine Anlage für Könner und nicht für Anfänger die wir waren.

Auckland: Eine moderne Stadt mit viel grün und zweiseitig umgeben vom Meer. Wie überall kam man die See sehen oder zumindest spüren. Kein Punkt in diesem Land ist weiter als fünfzig Kilometer Luftlinie oder so vom tasmanischen oder pazifischen Ozean entfernt.

In dieser grössten Stadt des Landes, steht in einem Quartier in einer Art Natur-Kollosseum, auch das Rugby-Nationalstadium ‚Western Springs‘, wo ich 1986 mein erstes grosses Open-Air Konzert erleben durfte (Genesis mit Phil Collins.) Ziemlich genau zwei Jahre später erlebte ich an jenem Ort auch mein stimmungsvollstes Konzert und zwar in der vordesten Reihe mit einer Clique durchgeknallter Japaner aus meiner Sprachschulklasse. (Guns N’ Roses mit Axl Rose, Slash und Konsorten.)

Immer noch auf der Nordinsel: Besteigung eines Vulkanes mit fast konischem Kegel (Mt. Ngauruhoe, aus dessen Schlund immer Rauch aufsteigt und der auch alle paar Jahrzehnte ausbricht und einiges zerstören kann. Zum Glück ist jene Gegend nur sehr dünn besiedelt.) Der anschliessende ‚Abstieg’ auf einer kilometerlangen Geröllhalde im Surferstyle.

Natürlich nicht zu übersehen, unzählige Schafe…. Unvergesslich, das herzzereissende Geblöcke eines um einen Artgenossen trauernden Schafes auf einer hügeligen Weide.

Die Überfahrt mit der Auto- und Eisenbahnfähre durch die ‚Cook Strait’ und die an Skandinavien erinnernden ‚Marlborough Sounds’ von der Hauptstadt Wellington auf die Südinsel nach Picton.

Einige mehrtägige Trekkings: U.a. Abel Tasman National Park, Fjordland National Park.

Auf den Dusky Treck im Fjordland liessen wir uns mit einem Wasserflugzeug bis an den Anfang des Treckes ausfliegen. Dann sind wir acht Tage auf einem Pfad durch urwüchsiges und wunderschönes Gelände zurück ‚gewandert‘. Ernährt haben wir uns von den, in den bis oben angefüllten Rucksäcken mitgeführten Konserven oder von selbstgefangenen und ausgenommenen Fischen. Interessantes Detail: Die einzigen zwei Menschen denen wir unterwegs begegnet sind, waren zwei Schweizer Landsleute.

Die regnerische Westküste. Hier fallen bis zu 8000mm Regen pro Jahr. Das bringt trotz der Lage ziemlich weit im Süden eine üppige Vegetation hervor. Und Gletscher, die von den neuseeländischen Alpen ‚runterfliessen’ bis fast ans Meer. Übrigens wurden viele Aussenaufnahmen zur bekannten Fantasy-Filmtrilogie „Herr der Ringe“, auf der Südinsel gedreht. Hobbits, Elfen, sprechende Bäume oder Orks habe ich aber keine gesehen. 😉

Beim Nachdenken kämen mir sicherlich noch viele schöne Erinnerungen in den Sinn. An dieser Stelle würde dies aber zu weit gehen, alle aufzuführen.

Kurz: Jedenfalls kann ich Neuseeland als Reiseland nur jedem empfehlen. Wichtig scheint mir, dass genug Zeit eingeplant wird. Im Idealfall mindestens ein paar Monate!

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