Mo 26. November 2018   C.     22° – 34° – 29° schön, mit Quellwoken

Im Jahre 2006 waren wir im Sommer an der Swiss O-Week in Zermatt. Ein Anlass der einigen Teilnehmern als Highlight in ihrer OL-Geschichte eingehen wird. Wetter, Panoramen und Organisation einwandfrei. Wir (meine eigene Familie plus meine Mutter. 2004 war ihr Ehemann (mein Vater) verstorben und 2005 einer der Söhne (mein Bruder)) hatten im von der OLG Cordoba angemieteten grossen Ferienhaus eine Wohnung mieten können.

Das sich diese in der obersten Etage des mehrstöckigen Hauses befand, hat sich nicht nur als Vorteil herausgestellt. Weil, an der ersten Etappe auf dem Gornergrat kurz vor meinem ersten Posten, habe ich mir den Fuss übertreten. „Naja,“ habe ich mir gedacht. „Jetzt läufst du halt mit reduziertem Tempo fertig“. Aber der Schmerz wurde immer grösser, so dass ich den Lauf abbbrechen musste. Ich bin nacher sogar noch zu Fuss nach Zermatt hinuntergelaufen. Am Schluss konnte ich mich vor Schmerzen kaum noch auf den Beinen halten, so dass ich noch gleichentags einen Arzt aufsuchen musste.

Diagnose nach dem Röntgen: Bruch eines Knochens im Fuss. Resultat: Fuss tagsüber immer mit Schiene und zwei Monate laufen an der Krücke. Eine gutes hatte dieses Mischgeschick doch noch. Ich gewann den Pechvogelpreis und somit ein verlängertes Wochenende in Grächen VS für vier Personen, welches wir dann in den nachfolgenden Herbstferien bezogen.

Nachtrag: Einen anderen Effekt auf meinen Lebenstil hatte dieser ‚NBU’ auch noch. Am Ende dieser zwei Monate ohne nennenswerte Bewegung hatte ich mein persönliches Maximalgewicht erreicht. 89 Kilogramm. Ab dann habe ich begonnen mich intensiv zu bewegen. In meinem Fall heisst das, das ich in den folgenden Jahren praktisch alle Arbeitswege, zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zurücklegte. Häufig auch mit Umwegen. Täglich zwischen zehn und hundert Kilometern, bevorzugt in hügeligem Gelände. Seit einigen Jahren hat sich mein Normalgewicht um die siebzig Kilogramm eingependelt. Und es ist nicht so, dass ich ein Kostverächter oder Abstinenzler bin. Es ist halt alles nur eine Frage des Wie viel und des Wie oft.