So 17. März 2019   A.   22° – 23° – 22° morgens nass, nachmittags bedeckt (Irgendwie ist der Wurm drin beim Wetter in den letzten Tagen. Wenigstens ist es nicht kalt)

Das Wohnhaus wo ich mich einquartiert habe, hat nebst aministrativem Bureau in einem Container nahe dieses Gebäudes, auch einen 24-Stunden (Über-)Wach(ungs)dienst. Wobei zu sagen ist, dass die Überwachung vor allem mit Kameras erfolgt. Alle öffentlichen, bzw. von den Bewohnern gemeinsam benutzten Räumlichkeiten sind mit Überwachungskameras überwacht. Allgemeine Eingänge + Räume (Waschküche, Business-Corner), Tiefgaragen, Liftvorräume, Terrasse inklusive RooftopPool(!), Gymnastikraum usw.

Die Privaträume sind nicht Kameraüberwacht. Ich muss mich mal schlau machen über die örtlichen Datenschutzgesetze. Meine Befürchtung ist, dass es sowas gar nicht gibt.

Aber immerhin hat es in meinen zwei Wohnräumen (1 Wohnzimmer, 1 Schlafzimmer, 1 offene Küche, 1 Bad mit Dusche) drei Rauchmelder, inklusive Sprinkler. Das bedeutet, dass es immerhin so etwas wie Sicherheitsvorschriften gibt.

Letzte Woche habe ich zum Beispiel eine schriftliche Mahnung erhalten, weil einer meiner Gäste dabei beobachtet wurde, wie sie (die betroffene Person) das Haus mit einer brennenden Zigarette betreten hatte. Mit der Androhung, dass mir im Wiederholungsfalle eine Busse droht. (Ein Betrag von ein paar Franken, immerhin) –> Hausordnung!

Dann gibt es noch eine Person, deren Funktion so etwas ähnliches wie die eines Hausdieners ist. Sein Name ist Jesús. Arbeitszeiten: Mo – Sa 07:00 – 19:00 = 72 Wochenstunden Präsenzzeit. Monatslohn ca. 420.- Sfr. Brutto. (Fast 20% mehr als der Mindestlohn. Der wahrscheinliche Grund für die Annahme dieser Stelle.) Wobei zu sagen ist, dass der Lohn in wöchentlichen Raten ausbezahlt wird. In Bar! Vom Bruttolohn gehen pauschal 10% Einkommensteuer ab. Dieses Einkommen reicht knapp für seine vierköpfige Familie. OK, wieviel Trinkgeld er erhält, weiss ich auch nicht.

Er ist zuständig für die Gästebetreuung, die Einweisung von Handwerkern u.ä. Er ist der Ansprechpartner für Fragen aller Art, Überbringer von Abmahnungen usw. Jesús ist auch der hauseigene ‚Pöstler’.

Weil die Postzustellung erfolgt zentral beim Portier, (das Haus hätte in Vollbesetzung immerhin neunundachtzig Haushalte) der die Briefpost Jesús zur Feinverteilung übergibt, welcher jeden einzelnen Brief persönlich gegen Unterschrift übergibt.

Auch kann man ihn fragen, wo es etwas Spezielles, dass man nicht im gewöhnlichen Laden findet, besorgen kann. Das typische Mädchen für Alles!

P.S.:

In den letzten Tagen hat es in fast allen Landesteilen sehr viel Regen gegeben. Zehntausende von den relativ ‚Armen’ im Lande sind davon betroffen. Wenn die Strassenzustände manchmal schon bei trockenem Wetter fast als prekär zu bezeichnen sind, so sind aus Sicht eines meistens von Naturkatastrophen verschonten Europäers, die jetzigen Verhältnisse beinahe katastrophal. Dabei kommt dass hier fast halbjährlich vor.

Viele Überlandstrassen sind für mehrere Tage unterbrochen. Von vielen Ortsverbindungssstrassen, oder gar Quartierstrassen ganz zu schweigen. In Concepción, wo ich mein erstes halbes Jahr hier in Paraguay wohnte, gab es einzelne Quartierstrassen, die auch nach wochenlanger Trockenheit nicht passierbar waren. Eine ideale Brutstätte für Insekten (Moskitos) und deren potenziellen Übertragungskrankheiten. (Malaria, Dengue, Gelbfieber……)

Good News zum Schluss: Die Infektionskrankheiten gehen hierzulande massiv zurück.

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