Do 23. Mai 2019 A. 16° – 17° – 14° schon der zweite Tag ohne Sonne, kalt aber meist trocken

Letzhin als ich wieder einmal ein Taxi brauchte, um eine längere Distanz zurückzulegen, hat mich der Fahrer angesprochen und mich gefragt, ob ich nicht in Concepción gewohnt habe. Der Mann hat mich doch tatsächlich wiedererkannt. Das konnte ich umgekehrt nicht gerade behaupten. Kein Wunder, mir sieht man den Ausländer ziemlich einfach an. Meine eher helle Haut, die ziemlich grosse Nase, mein Ultra-Kurzhaarschnitt und die Brille sind schon spezielle Merkmale.

Dass mich dieser Mann ausgerechnet in Asunción angesprochen hat, zeigt einmal mehr, dass diese Stadt halt ein Magnet für Menschen aus allen Landesteilen ist. Ein sehr wichtiger Aspekt ist dabei natürlich, dass es ausserhalb von A. viel zu wenig anständig bezahlte Arbeit gibt und deshalb eine recht grosse Anzahl von Menschen für jeweils ein paar Wochen in A. sind, um sich als Taxifahrer oder Wachpersonal zu verdingen. Davon gibt es hier jede Menge. Viele Privathäuser, alle Parkplätze und fast alle Läden haben eigenes, gut sichtbares (bewaffnetes) Wachpersonal.

*-*Kleine Zwischenbemerkung dazu: Persönlich fühle ich mich sicher in diesem Land. Und seien wir doch ehrlich, nachts alleine durch unbeleuchtete Strassen zu flanieren, würde man an vielen anderen Orten auf dieser Welt auch nicht gerne machen. Auch nicht als Mann!*-*

Um danach für einige Tage nach C. zur Familie zurückkehren. Und dies trotz der fünf- bis siebenstündigen Autofahrt. (Je nach Temperament und/oder Zustand der Stossdämpfer. Wie bereits erwähnt, die Strassen sind mancherorts in eher abenteuerlichem Zustand). Auch die Fahrt mit dem modernen Fernbus dauert pro Weg zwischen sechs und neun Stunden.

Rutas_Nacionales_del_Paraguay

Karte: Hauptstrassennetz in Paraguay

Diese Karte soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem in den drei flächenmässig grössten Departamenten westlich des Río Paraguay die Strassen teilweise noch nicht, oder nicht mehr asphaltiert sind. Die Ruta 12 zum Beispiel, ist eine reine Sandpiste. Diese führt aber auch ins nirgendwo, beziehungsweise an das ‚Ende der Welt’, beziehungsweise zu einem Militärstützpunkt und Grenzposten mit Argentinien.

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