So 17. Februar 2019    A.     24° – 29° – 25°   fast den ganzen Tag sonnig

So, die Wohnung in Concepción ist abgegeben. Heute habe ich meine ehemalige Vermieterin bei ihrem monatlichen Besuch in Asunción getroffen. Der Mietvertrag lief über eine Mindestmietdauer von sechs Monaten. Ich habe mit dieser Frau vereinbart, dass ich die letzten zwei Mieten nicht mehr bezahlen muss, sie dafür meine in jener Stadt angeschafften Möbel (Bett, Waschmaschine + Kühlschrank und weitere eher kleinere Dinge) behalten darf. Und die Schlüssel sind auch retourniert.

Das erspart mir auch die lange Hin- und Rückfahrt (6 –7 Stunden pro Weg). Das jene Strasse abschnittsweise in einem ziemlich prekären Zustand ist, habe ich bereits einmal erwähnt. Die (benutzen + gebrauchten) Geräte über hiesige Strassen, auf einer so langen Distanz zu transportieren? Davon wird klar abgeraten. Die Gefahr eines oder eher mehreren Defekten ist zu viel zu gross.

Jetzt kann ich mich wieder voll und ganz meiner momentanen Lebenssituation widmen. By the way: Der jetzige Mietvertrag hat eine minimale Laufzeit von einem Jahr.

Mieten statt Kaufen lohnt sich auf jeden Fall. Ich höre und lese immer wieder über die Schwierigkeiten die In- und Ausländer beim Grundstückskauf erleben. So sind zum Beispiel die Besitzverhältnisse von Grundstücken ziemlich häufig nicht eindeutig. Es gibt zwar ein Grundbuch, dass aber sehr unvollständig ist. Immer wieder ist von Mehrfachverkäufen der selben Liegenschaft zu hören.

Also kompetente Hilfe beim Liegenschaftskauf vor Ort ist unabdingbar. Am besten einen einheimischen Juristen, der die hier üblichen Gewohnheiten und vor allem auch die Sprache kennt!

Sa 16. Februar 2019   A.   21° – 28° – 24°    wechselnde Bewölkung

Die letzte längere Ausfahrt, die ich am Freitag den 13. Juli 2018 in der Schweiz mit meinem eigenen Fahrzeug (Smart) unternommen habe, führte mich unter anderem über zwei Voralpenpässe, die ich noch nie selber befahren hatte.

Zum einen, die zumeist durch Wald (mein letztes Jungwacht-Sommerlager 1978, meine erste OL-EOM 1981) führende Passstrasse auf den Gurnigelpass, zum anderen den Jaunpass, den ich erstmals mit dem Ein-Gang-Militärvelo(sic!) in der Nacht (RS 1986) befuhr. Gerne hätte ich jetzt noch eine Foto vom oberen Simmental beigefügt, allerdings ist mir das zweite ‚Smartphone’ mit der Schweizer SIM-Karte in den Swimmingpool gefallen!!! (No backup – mea culpa)

Motel (Kt. Zürich) – Gurnigelpass – Jaunpass – Brünigpass – Glaubenbüelenpass – Motel (Kt. Zürich)

Es war für schweizerische Verhältnisse ein sehr heisser Tag. (>30°) Aber auch ein emotionaler Tag, bei dem mir mehrmals die Tränen geflossen sind. Im Bewusstsein, dass ich die Alpengipfel das letzte Mal als Bewohner der Schweiz sehen werde.

Szenenwechsel: Gerade lese ich ein ziemlich schmales Reclam-Büchlein, das den Weg mit mir gegangen ist. Joseph Conrad: ‚Das Herz der Finsternis’. Kurz ein Roman im Kongo (Afrika) zur Jahrhundertwende. (19./20.)

Irgendwie löst das in mir wieder die Abenteuerlust aus. Ich werde hier in der grossen Stadt noch einige persönliche intensive Erfahrungen machen, aber dann muss ich wieder aufs Land hinaus. Über kurz und lang, ist dieses ‚bequeme’ Leben einfach zu langweilig.

Oder, es kommt alles anders……….

Fr 15. Februar 2019   A.    22° – 32° – 27°   mehrheitlich schön

Das Märchen zum Wochenende:

Der Froschkönig

Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter, die alle wunderschön waren. Die jüngste aber war von allen die Schönste und die Sanfteste. An einem besonders heissen Tag im Sommer spielte die Prinzessin mit ihrer goldenen Kugel am liebsten im Wald an einem kühlen Brunnen. Einmal aber warf sie die Kugel hoch in die Luft und fing sie nicht wieder auf; die Kugel landete im Brunnen und versank in der Tiefe. Das Mädchen wurde traurig und weinte um die verlorene Kugel.

Plötzlich streckte aber ein hässlicher Frosch den Kopf aus dem Wasser und schaute die Prinzessin an. Er sagte: „Weine nicht, liebe Prinzessin. Ich kann dir deine Kugel wiederholen, wenn du willst. Was gibst du mir dafür?“ und die Prinzessin versprach ihm ihre teuren Kleider, den Schmuck und auch die Krone, die sie trug. Der Frosch aber wollte das alles nicht. Er sagte: „Ich will nur dein Spielkamerad sein. Neben dir am Tisch sitzen, von deinem Teller essen und in deinem Bett schlafen. Dann hole ich dir deine Kugel.“

Das Mädchen versprach es ihm und der Frosch tauchte den Brunnen hinunter. Nach einer Weile kam er wieder an die Oberfläche und hatte tatsächlich die Kugel bei sich. Die Prinzessin freute sich sehr, nahm die Kugel und lief übermütig nach Hause, ohne an den Frosch zu denken.

Am nächsten Tag, als sie mit ihrem Vater und ihren Schwestern bei Tische sass, klopfte es auf einmal an der Tür und eine Stimme rief: „Königstochterjüngste, mach mir auf!“ Als sie nachsah, wer dort sass, erkannte sie den Frosch. Ihr Vater fragte, wer beim Essen störe und so erzählte sie ihm die ganze Geschichte. Der Vater erklärte ihr, dass sie ihr Versprechen schon halten müsste und so liess sie den Frosch herein und setzte ihn neben sich an den Tisch. Sie ließ ihn auch von ihrem Teller essen, aber als er in ihrem Bett schlafen sollte, ekelte sie sich furchtbar.

Der König aber bestand darauf und erinnerte sie daran, dass sie schließlich ihr Wort gegeben hatte und der Frosch ihr immerhin helfen musste. Sie nahm ihn mit in ihr Zimmer, aber als die Türen geschlossen waren, wurde sie wütend, nahm den Frosch und warf ihn an die Wand. Als er herabfiel, verwandelte er sich aber in einen schönen jungen Mann. Er erzählte ihr, dass er von einer bösen Hexe verwandelt worden war und nur die Prinzessin den Zauber lösen konnte.

Sie heirateten und lebten glücklich im Reich des Prinzen.

Und die Moral von der Geschicht’……

Do 14. Februar 2019   A.    23° – 26° – 24°   schöner Sonnenaufgang, nachher nass, nachmittags bedeckt

Ein Vorteil, wenn man hoch oben wohnt und das Umland relativ flach ist, ist der weite Horitont. Heute morgen konnte ich zum Beispiel das für mich faszinierende Wechselspiel der Wolken beobachten.

Während die tieferen Wolken sich in einer deutlichen Süd-Nord-Richtung bewegten, (Schlechtwetterfront aus Richtung Argentinien – Patagonien – Antarktis. Zugegeben, die Antarktis ist sehr weit entfernt!) Die Höhenströmung mit ihren flachen Wolken mit markanter Nord-Süd-Strömung (warme Luft aus Richtung Brasilien – Amazonien – Karibik. Für die Karibik gilt das gleiche wie die Antarktis!)

P.S.: D’Röschti esch fein worde!

Mi 13. Februar 2019    19° – 31° – 27°   klarer, frischer Morgen, sonniger Tag

Falls es erscheint, dass ich in den letzten Tagen nicht sehr aktiv schreibe, so stimmt das. Mein Magen fühlt sich in letzter Zeit nicht sehr super an. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass dies daran liegen könnte, dass ich je länger, je mehr auf einheimische Frischprodukte setze und selber koche.

Möglicherweise hat sich mein Verdauungssystem noch nicht komplett an diese Umstellung gewöhnt. Das Übliche, gut waschen und/oder gut durchkochen befolge ich auch sehr konsequent. Das Röschtimachen habe ich auch aufschieben müssen. Meine Geschmacksnerven sollen ja fühlen, ob etwas feines draus geworden ist.

Sobald sich mein Gesundheitszustand von den jetzigen 93% – 96%, wieder auf 97% – 100% erhöht hat, werde ich weitermachen.