Mo 15. Juli 2019 A. 19° – 25° – 17° morgens bewölkt, im Verlauf des Nachmittags immer sonniger, ab späterem Nachmittag wolkenlos

Heute vor einem Jahr bin ich aus der Schweiz ausgereist. Ich habe viel erlebt in dieser Zeit. Viele positive Erlebnisse, aber auch ein paar eher negative Erfahrungen. Aber, wie heisst es so schön: Auch schlechte Erfahrungen sind gute Erfahrungen, wenn man daraus die richtigen Schlüsse ziehen kann oder will.

Auf jeden Fall bin ich froh hier zu sein, trotz der manchmal immer noch ungewohnten Umgebung, die des öfteren noch Überraschendes bringt. Es leben Menschen hier und hier zu leben habe ich auch vor.

Ein Grund warum es mir hier auch gefällt, ist das Klima. Eigentlich immer warm bis heiss. Selbst jetzt mitten im Winter sind die Tagestemperaturen meist über 20° – 25°. Ein gar nicht beabsichtigter Grund bei meiner Grundsatzentscheidung vor inzwischen mehr als zwei Jahren. Und ein „Problemchen“, dass ich in der Schweiz in der kalten Jahreszeit immer hatte, war die meist triefende Nase. Tempi passati

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Bild (heimi, 15 Juli 2019): Eine der wenigen Baumarten, die im Winter für wenige Wochen die Blätter verlieren. (Im Hintergrund ist mein momentaner Wohnort sichtbar http://www.ancora.com.py Achtung: Hochglanzprospekt!! )

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Bild (heimi, 15. Juli 2019): Obwohl jetzt Winter ist, sind die meisten Pflanzen und Bäume immergrün. Auch das Gras muss das ganze Jahr hindurch gemäht werden.

Zum Schluss noch ein Gedicht:

Hermann Hesse

Quelle (pinterest.com)

Epilog:

Ein Jahr lang habe ich es tatsächlich geschafft, jeden Tag eine Eintrag in mein Online-Tagebuch zu schreiben. Mal mehr, mal weniger. Nun ist mit Tagebuch Schluss und ich werde nur noch wenn mir danach ist, etwas schreiben.

Danke den treuen Lesern und Leserinnen, aber auch allen Anderen. 🙋‍♂️❤

Asunción, 15. Juli 2019/heimi

So 14. Juli 2019 A. 19° – 25° – 20° wechselnd bewölkt, sehr wenig Regen, nachmittags viel Sonne

Quatorze julliet. Französicher Nationalfeiertag. Heute vor 230 Jahren fand der Sturm auf die Bastille statt. Französische Revolution. War da was?

Liberté, Egalité, Fraternité. Was bleibt davon, wenn sich fast alles nur noch ums Geld dreht? Die Einen haben soviel, dass sie gar nicht mehr wissen können, wo „investieren“ und viele Andere müssen schauen mit dem „Verdienst“ über die Runden zu kommen.

Aufklärung? Ein weites Feld. Leider spürt man im Alltag nicht mehr viel davon (–> Geld).

Soziale Marktwirtschaft? Der erste Wortteil ist wohl irgendwo und/oder irgendwann abhanden gekommen.

Wenn ich darüber nachdenke, was während der letzten Jahrzehnte, die ich selber bewusst miterlebt habe, sich verändert hat. Vieles zum Vorteilhaftem und Guten, aber auch einiges eher zum Schaden des ‚homo sapiens‘. Böse Zungen behaupten ja, der Mensch arbeite an der Zerstörung seiner eigenen Lebensgrundlagen. Aber der Mensch war bisher immer so kreativ, dass er noch jede vermeintliche Krise überstanden hat. Und sei es nur durch Zerstörung des Vorhandenen.

„Ironie on“: Der Wiederaufbau bringt schliesslich neue Arbeitsplätze. :“Ironie off“

Erdkugel

Symbolbild (pixabay.com): Aus dem All sieht die Erde ganz klein aus

Sa 13. Juli 2019   A.    22° – 31° – 25°   allgemein sonnig und angenehm war (immerhin ist Winter)

Eine kurze Randnotiz vom Flughafen Zürich. Als ich dort in irgendeiner Warteschlange anstand, kam ich ins Gespräch mit einem in Chile wohnhaften, dickbäuchigen Schweizer. Sinngemässe Zitate von ihm: „In Chile sind die Weiber(!) viel angenehmer. Sie seien schön und lassen sich f….., ohne dass sie an dein Geld wollen.“ Oder „In Paraguay seien die Frauen viel zickiger und wollen nur an dein Geld. F….. nur gegen Geld.“

Zum Glück habe ich einen stabilen Magen, sonst hätte ich diesem Typen gleich in sein offenherzig getragenes Hemd 🤮!   Kein weiterer Kommentar dazu!

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Themenwechsel: Da lobe ich mir doch viel lieber die Natur. Zum Beispiel die Baumsorte „Lapacho“, die in der jetzigen ‚kalten‘ Jahreszeit ihre grossen Blätter verliert, um wenige Wochen später mit frischen hellgrünen Blattsprossen und rosaroten bis gelben Blüten in neuer Pracht zu erblühen.

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Bild (pinterest.com): Lapacho, es el árbol nacional del paraguay.

 

Fr 12. Juli 2019 Asunción 21° – 29° – 24° anfangs viele Wolken, nacher aufklarend

Nach einem zwölfstündigem Flug und zwei Stunden Verspätung bin ich heute morgen am Flughafen Silvio Pettirossi in Asunción gelandet.

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Bild (heimi 12.07.2019): Da kommt mir folgende Liedzeile in den Sinn: „Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein……..“

Als erstes Fazit meiner Reise in die Schweiz, kann ich ganz klar sagen, dass mein vorletztjähriger Entscheid, auszuwandern definitiv der richtige für mich war. Die zwei Wochen in meiner alten Heimat waren zwar sehr schön, aber ich könnte aus verschiedenen Gründen nicht mehr dort leben.

Nun, am nächsten Montag den 15. Juli ist es ein Jahr her, dass ich abgereist bin und hier angekommen bin. Gleichzeitig habe ich seit dem ersten Tag ein öffentliches Tagebuch geführt. Damit wird wir wohl Schluss sein. Ich muss mich vermehrt um meine eigenen Projekte kümmern. Bücher schreiben, aber auch ‚bodenständigeres‘, wie früher schon erwähnt. Ich danke denjenigen, die hie und da hereingeschaut haben und wünsche allen alles Gute. 🙋‍♂️❤

Bild (heimi, 11. Juli 2019)

Do 11. Juli 2019 Kirchdorf AG/Madrid 13°(K) – 22°(K) – 34°(M) ( A. 15° – 31° – 23°)

Selbstverständlich bin ich viel zu früh am Flughafen Zürich. Um mir die Zeit zu vertreiben, habe ich mir die Weltwoche (9.-!) gekauft. Beim durchlesen, frage ich mich schon, in welcher Welt viele dieser Schreiberlinge wohl leben mögen. Die Schweiz gut, die EU schlecht. Klimawandel ja, aber halt doch eher nicht. Fast alles dreht sich immer nur um diese Themen. Dabei, zwischen schwarz und weiss ist der ganze Regenbogen existent. Selig sind die im Horizont eingeschränkten…….Einzelfälle werden herausgepickt und so dargestellt, als ob alle der jeweiligen Landsleute gleich zu beurteilen wären. Schon wieder dieses Schwarz-Weiss-Denken. 🤔 Aber es stimmt halt schon, dass einfache Denkschemen bequem sind.

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Da bin ich doch lieber als Tourist im eigenen Land unterwegs. Wenn man auch eine Aussenperspektive hat, sieht man automatisch auch die weniger vorteilhaften Perspektiven. Von der schönen Landschaft alleine hat man noch nicht gelebt.

Mi 10. Juli Kirchdorf AG   11° – 25° – 21°   ziemlich sonnig   (A. 18° – 30° – 22°)

Letzter ganzer Tag in der Schweiz. Tag des Abschiednehmens. Zum Beispiel vom Bruder, den ich am Vormittag zum Flughafen, auf seinen ihn in die USA führenden Flug begleitete, oder von meiner in Untersiggenthal im Altersheim wohnenden Mutter. Am Nachmittag haben wir einen Spaziergang unternommen, der uns bis zum ‚Hirschen‘ in Kirchdorf führte.

Foto (heimi, 10. Juli 2019): In der Gartenbeiz des ‚Hirschen ‚

Zwischendurch und nachher noch ‚Nostalgiefahrten – und Besuche‘ in den Schwarzwald und das Restaurant Steinenbühl unternommen.

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Viele der in den vergangenen zwei Wochen gemachten Ausflüge und erfolgten Begegnungen kommen mir rückblickend vor, als wären sie jeweils gleich oder ähnlich erst in der Vorwoche passiert. Das kommt davon, wenn man (wie ich) gerne in der ‚Wältgschicht‘ herumfährt.

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Bild (heimi): Fernweh

 

Di 9. Juli 2019 Kirchdorf AG 16° – 24° – 22° mal mehr, mal weniger Wolken (A. 16° – 27° – 21°)

Wiedereinmal habe ich heute einige Kilometer mit dem Auto abgespuhlt. Ein Ort wo ich vorbeigekommen bin:

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Bild (heimi): Schwellbrunn AR. Ein schmuckes Dorf auf ungefähr 1000 MüM., in dem ich 1998 – 2001 gewohnt und auch gearbeitet habe.